Stressfrei pendeln

Wir alle stehen jeden Tag unter Strom. Universität, Arbeit, Kinder abholen – das Leben stellt uns vor viele Herausforderungen. Wir haben drei effiziente Methoden, wie man die Zeit in der U-Bahn, im Zug oder im Auto bewusst zur Entspannung nutzen kann.

Stressfrei von A nach B kommen

Unser Leben wird immer schnelllebiger und stellt vielfältige Anforderungen an uns. Wir sind ZuhörerIn, LehrerIn, FreundIn, Elternteil und müssen viele Aufgabe zeitgleich bewältigen und das sogar, bevor wir zu  unserem „wirklichen Beruf“ fahren. Für viele von uns bedeutet der Weg zur Arbeit auch längere Pendelzeit: eine lange Strecke innerhalb der Stadt oder sogar zwischen zwei Städten. Wie man das Beste aus dieser Zeit herausholt und positiv in den Tag startet, verraten wir dir heute.

Was erscheint vor deinem geistigen Auge, wenn du an den Weg in die Arbeit denkst? Überfüllte Busse und U-Bahnen? Verpasste Züge? Im Stau stehen und hupendes Getümmel um dich herum? Hand aufs Herz – oft sind es eher die negativen Begleiterscheinungen, auf die wir uns konzentrieren. Egal ob am Fußweg, in den Öffis oder im Auto – oft fühlen wir uns nach dem Weg in die Arbeit müde, erschöpft, ausgelaugt und grantig. Dabei liegt der Tag ja erst vor uns.

Körperliche Auswirkungen von Stress

Der tägliche Stress kann auch körperliche Begleiterscheinungen erzeugen, die unsere Gesundheit beeinträchtigen. Ruhelose Gedanken, vermindertes Konzentrationsvermögen, erhöhter Herzschlag oder erschöpfte Muskeln sind nur einige der Nebenwirkungen von Stress. Die gute Nachricht:  Es gibt effiziente Wege, um den Symptomen vorzubeugen. Techniken, die wir einfach und unauffällig im Bus, in der Bahn oder im Auto durchführen können, und die fast augenblicklich zur Entspannung führen.

1. Anspannung wegatmen

So einfach und unoriginell es klingt, so effizient ist es. Denn häufig ist es unsere Atmung, die, oft unbemerkt,  als erstes auf Stress reagiert. Sind wir in einer angespannten Situation, wird die Atmung  nämlich flacher und verspannter. Dabei ist es so einfach: Zehn Mal tief und ganz bewusst einatmen. Dabei genau auf den Strom des Atems wahrnehmen, tief in den Bauch atmen und auf die Wölbung des Bauches achten. Dann wieder ganz bewusst auf langsames und langes Ausatmen achten. Diesen Vorgang zehn Mal wiederholen und genau beobachten, wie sich das Atmen auf unseren Körper auswirkt. Danach langsam wieder auf die Umwelt achten, die Menschen um sich herum wahrnehmen und in den Tag starten.

2. Die Umwelt bewusst wahrnehmen

Auch diese Konzentrationsübung wirkt simpel: Suche dir einen Gegenstand und betrachte ihn einmal ganz genau! Egal wie einfach dieser Gegenstand auch sein mag. Vielleicht ist es der Schirm, den wir dabei haben, oder der Kaffeebecher, den wir in der Hand halten. Betrachte die Form, die Farbe, den Dampf, der aufsteigt, oder das Wasser, das vom Schirm tropft. Beim Autofahren kann es das Gefühl des Lenkrads in der Hand sein, die Kälte oder Wärme, die es ausstrahlt, die Textur, die es umgibt. Wenn man einen Gegenstand beobachtet hat, geht man zum nächsten und wiederholt dies beliebig oft. Dabei ist es wichtig, nicht zu urteilen, sondern nur mit Neugierde zu betrachten. Du wirst staunen, wie Du so alltägliche Gegenstände ganz neu entdeckst.

3. Meditation für unterwegs

Nein, wir wollen nicht, dass du dich in Yogagewand und Schneidersitz auf den U-Bahn-Boden setzt. Denn meditieren kann man immer und überall – auch ohne, dass es sonst jemand merkt. Wie genau, verraten wir dir: Versuch doch einmal die „Body Scan“-Meditation. Wir der Name schon sagt, scannen wir dabei unseren eigenen Körper.

Meditation für unterwegs.

Meditation hilft dir dabei, die Umwelt bewusst wahrzunehmen.

Scanne deinen Körper!

Angefangen wird bei den Füßen. Spüre das Gefühl der Sohle und dem Untergrund, auf dem du stehst! Dann gehe von den Füßen aufwärts und spüre ganz bewusst deine Beine, Hüften, den Bauch und Rücken, den Brustkorb, Schultern, Arme, Nacken und Kopf! Bei jedem Körperteil nimm dir einige Momente und höre darauf, was dir dein Körper zu sagen hat! Abschließend atme tief und lange durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus. Et voilà – die „Meditation to go“ ist abgeschlossen.

Das „Ich“ im Mittelpunkt!

Das waren unsere verschiedenen Wege, wie du es schaffst, auf dem Weg in die Arbeit zu entschleunigen, dem Stress vorzubeugen und die Umgebung bewusst wahrzunehmen. Probiere einfach alle aus und entscheide dann, welche am besten zu dir und deinem Lebensstil passt. Als Ziel haben die Übungen alle dasselbe: dich ins Hier und Jetzt zu versetzen. Die Atemübung hilft, den Rhythmus der Atmung zu kontrollieren und sich neu mit sich selbst zu vernetzen. Die Meditations- und Beobachtungsübung hilft dabei, die Umwelt bewusst wahrzunehmen und einmal inne zu halten.

Photo by Soroush Karimi on Unsplash
Photo by Madeleine Ragsdale on Unsplash

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2019-05-27T12:30:00+01:00
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