Homöopathie

Der Ursprung

Die Homöopathie versteht sich als Regulationsbehandlung. Das bedeutet, dass der Organismus durch gezielte Reize zur Selbstheilung angeregt wird. Ziel der homöopathischen Behandlung ist also nicht nur eine Linderung der Beschwerden oder Symptome, vielmehr soll deren Ursache beeinflusst und aufgelöst werden. Der Körper soll wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Die Homöopathische Medizin orientiert sich am Menschen in seiner Gesamtheit und schafft so, unter der Berücksichtigung der körperlichen als auch seelischen Symptome, eine individuell passende Behandlung. Eine homöopathische Behandlung versetzt den Körper in die Lage sich selbst zu heilen und Krankheit zu überwinden. Die Kernthese basiert auf dem Simile-Prinzip (Similia similibus curentur); Ähnliches heilt Ähnliches.

Beschrieben wurde dieses Prinzip im 18. Jahrhundert vom sächsischen Arzt Dr. Christian Friedrich Samuel Hahnemann. Er studierte Medizin in Leipzig und arbeitete danach als Arzt, Chemiker und Pharmazeut. Durch seine Unzufriedenheit mit den damals üblichen therapeutischen Möglichkeiten, begann er die Hintergründe von Krankheit und Genesung zu erkunden und entwickelte so nach und nach die Grundprinzipien der Homöopathischen Medizin.

 

Die Herstellung

Laut Hahnemann potenziert sich die Wirksamkeit der homöopathischen Arzneimittel mit der Intensität mit der diese bearbeitet werden. Die Herstellung erfolgt nach konkreten und verbindlichen Vorgaben des homöopathischen Arzneibuchs (HAB). Durch verschiedene Verfahren werden Dilutionen (Tropfen), Verreibungen (Tabletten) und Globuli hergestellt.

Das Prinzip der Potenzierung besteht in der schrittweisen Bearbeitung der Ausgangssubstanzen, rein physikalisch gesehen erfolgt eine zunehmende Verdünnung in einem definierten Mischungsverhältnis.

 

Potenzen werden eingeteilt in:

D (decem = zehn): Potenzierungsverhältnis 1:10

C (cenum = hundert): Potenzierungsverhältnis 1:100

LM (oder Q-Potenzen): Potenzierungsverhältnis 1:50.000

Bis zur Potenz C/D 12 spricht man von Tiefpotenzen, als Hochpotenz werden Potenzen ab C/D 30 bezeichnet.

Nr. 1

Verdauungs, Galle- und Leberschwerden

Nr. 2

bei Verstauchungen, Verrenkungen, Lenden- und Kreuzbeinschmerzen, Schmerzen in Knochen, Gelenken, Sehnen und Muskeln, Nervenschmerzen

Nr. 3

Nieren- und Blasenbeschwerden

Nr. 4

Zur Anregung der Selbstheilungstendenz bei: Schlaflosigkeit und zur Beruhigung tagsüber bei Schulkindern

Nr. 5

Zur Anregung der Selbstheilungstendenz bei: Bettnässern

Nr. 6

Erkrankungen der Atemwege wie z.B.: allergischer Schnupfen (Heuschnupfen)

Nr. 7

unterstützend bei leichten Formen von Atemwegserkrankungen mit erschwerter Atmung bei Jugendlichen und Kindern ab 6 Jahren.

Nr. 8

Blasenschwäche, chronisch rezidivierender Harnwegskatarrh

Nr. 9

Zur unspezifischen Abwehrsteigerung, bei chronisch wiederkehrenden Infekten nach einer Antibiotikatherapie

Nr. 10

unterstützend bei Arterienverkalkung und daraus resultierenden Beschwerden

Nr. 11

Beschwerden im Zusammenhang mit Migräne bei Frauen

Nr. 12

Beschwerden im Zusammenhang mit Migräne bei Männern

Nr. 13

Bei nervlicher Überlastung bei Männern

Nr. 14

Prüfungsangst, mentale Überlastung

Nr. 15

Unterstützend bei leichten Herz- und Kreislaufbeschwerden.

Nr. 16

Leichte Herzbeschwerden – und Kreislaufregulationsstörungen

Nr. 17

leichte nervöse Verstimmungen und Erwartungsangst wie z.B. Lampenfieber und Prüfungsangst

Nr. 18

Wechselbeschwerden, Regelstörungen

Nr. 19

Zur Anregung der Selbstheilungstendenz bei: Akne in der Pubertät

Nr. 20

Grippale Infekte

Nr. 21

Zur unterstützenden Behandlung bei Beschwerden im Hals- und Rachenraum (z.B. Halsschmerzen)

Nr. 22

leichte Formen von Kraftlosigkeit, Appetitlosigkeit und Infektanfälligkeit

Nr. 23

Unterstützende Behandlung bei Vergrößerung der Prostata

Nr. 24

Reizhusten, Huste bei leichen Entzündungen der Atemnwege

Nr. 25

Sturz, Verstauchung, Verrenkung, Rissquetschwunden, Abschürfungen

Nr. 26

zur Linderung der Symptome bei Beschwerden im Bereich der Stirn- und Nasen-Nebenhöhlen

Nr. 27

Stoffwechselprobleme mit Hauterkrankungen und Bindegewebserkrankungen

Nr. 28

Venöse Durchblutungsstörungen, Krampfadern, Hämorrhoiden

Nr. 29

neuralgiforme Schmerzen wie z.B. im Gesichtsbereich oder im Intercostalbereich (Zwischenrippenbereich)

Nr. 30

Schlafstörungen

Nr. 31

Schwindelgefühle unterschiedlicher Ursache wie z.B.: Reisekrankheit, psychische Belastung

Nr. 32

Neurasthenie mit Symptomen wie z.B.: Erschöpfung, Ermüdung, Ängstlichkeit und Konzentrationsstörungen

Nr. 33

zur Milderung von Beschwerden im Zusammenhang mit einer Entwöhnungskur (z.B. Rauchen)

Nr. 34

Allgemeine Schwächezustände, geistiger und körperlicher Erschöpfungszustände

Nr. 35

Reizblase, akute sowie chronisch wiederkehrende Blasenentzündung

Nr. 36

Regelbeschwerden

Nr. 37

Magen- und Verdauungsstörungen

Nr. 38

Durchfall, Reisediarrhoe, Kostumstellung

Nr. 39

Durchblutungsstörungen des Herzens, nachdem durch einen Arzt schwerwiegende Grunderkrankung ausgeschlossen werden

Nr. 40

Zur unterstützenden Behandlung bei Krankheiten des rheumatischen Formenkreises mit Beschwerden am Stütz- und Bewegungsapparat, Gicht