Mit Hilfe der Homöopathie gut durch den wechselhaften April

Regen, Sonne, Wind und manchmal auch Schnee. Der April ist bekannt für seine Wetterumschwünge, die einem schnell mal zu Kopfe steigen können. Deswegen hat uns Prof. Dr. Michael Frass ein paar hilfreiche Tipps gegeben, welche homöopathischen Mittel uns gut durch diese wechselhafte Zeit bringen können…

April, April, der macht was er will

Ja, der April, der macht was er will. Mal regnet es und schwups, ziehen die Wolken weg und es wird wieder sonnig. Das wechselhafte Wetter kann einem da schnell mal zu Kopfe steigen. Vor allem all denen von uns, die gegenüber Witterungserscheinungen überempfindlich reagieren.
Wie einem hier die Homöopathie (vorbeugend) helfen kann, hat uns Prof. Dr. Frass im folgenden Interview ausführlich erklärt.

Mit Homöopathie gut durch den wechselhaften April

Prof.Dr.Frass vom AKH Wien mit wertvollen Ratschlägen rund ums Thema Sonnenstich

Der österreichische Homöopath Prof. Dr. Michael Frass

Redaktion: Herr Frass, was empfehlen Sie allgemein den Menschen die unter Wetterumschwüngen leiden?
Prof. Dr. Frass:
Sensible Personen sollten an diesen Tagen Ihre Tätigkeit entsprechend der Heftigkeit der Wetterumschwünge anpassen. In diesen Fällen ist weniger mehr.
Helfen kann außerdem Bewegung an der frischen Luft, um unseren Kreislauf in Schwung zu bringen. Auch wenn es mal kalt und windig draußen ist. Denn Kälte provoziert in unserem Körper Stress, und wenn unser Körper wiederholt der Kälte ausgesetzt wird, beginnt er sich daran zu gewöhnen und die stressprovozierende Reaktion auf Kälte wird vermindert.
Das ist auch der Grund warum Wechselduschen, Saune und Eisbaden so gut für unseren Körper sind.

Und natürlich ist auch eine ausgewogene Ernährung essentiell um unseren Körper für die Wetterumschwünge zu wappnen. Neben Lebensmitteln und Vitaminen können uns auch homöopathische Mittel dabei unterstützen, unser Immunsystem zu stärken.

Redaktion: Was tun bei wetterbedingten Kopfschmerzen?
Prof. Dr. Frass:
Hier ist das Vermeiden von Stimulantien, also Aufputschmitteln wie etwa Kaffee besonders angezeigt. Dazu empfiehlt es sich, während des Arbeitstages immer wieder kleine Pausen einzulegen, um sich nicht überanzustrengen. Man sollte außerdem darauf achten ausreichend Schlaf zu bekommen.
Wer will kann auch ein Wettertagebuch führen, um den Zeitpunkt der Kopfschmerzen sowie das Wetter festzuhalten. So kann man nach einer Zeit erkennen, welches Wetter bei einem am häufigsten Kopfweh oder Migräne auslöst.

Redaktion: Und wenn es schlimmer ist und man bereits den ein oder anderen Migräneanfall hat? Wie kann einem da die Homöopathie helfen?
Prof. Dr. Frass:
Homöopathisch gibt es eine Reihe von Medikamenten, allen voran Rhus toxicodendron (= Toxicodenderon quercifolium). Dieses homöopathische Mittel wird aus dem „behaarten Giftsumach“ gewonnen, einer Pflanze die vor allem in Nordamerika beheimatet ist.

In einer mittleren Potenz eingenommen, hat es oft eine ausgezeichnete Wirkung auf unseren Körper, vor allem bei akuten Schmerzen des Bewegungsapparates aber auch um grippale Infekte und damit einhergehendes Kopfweh zu behandeln.

Was tun bei Spannungskopfschmerzen?

Redaktion: Was kann vorbeugend bei sogenannten Spannungskopfschmerzen helfen?
Prof. Dr. Frass:
Hier kann man vorbeugend Entspannungstechniken einsetzen, wie etwa Autogenes Training, Yoga, Muskelentspannung nach Jacobson oder Akupressur.
Auch eine sanfte Massage kann die Spannungskopfschmerzen lindern. Etwa in dem man mit den Fingern in kreisenden Bewegungen über die Stirn fährt und dabei einen leichten Druck ausübt.

Redaktion: Gut zu wissen. Mit welchem homöopathischen Mittel kann man den Kreislauf stärken?
Prof. Dr. Frass:
Eines der Arzneimittel mit oft großer Wirkung ist Veratrum album, das sich bei Kreislaufkollaps sehr oft bewährt hat. Der Wirkstoff wird von der Wurzel des weißen Germers gewonnen, der Auswirkungen auf unser Nervensystem, die Blutgefäße und unsere Verdauung hat.
Neben homöopathischen Mitteln können auch Wechselduschen, Bewegung an der frischen Luft, eine sanfte Massage sowie genügend Trinken, unseren Kreislauf stärken.

Redaktion: Was tun, wenn man auf Grund der Wetterumschwünge schlecht schläft?
Prof. Dr. Frass:
Hier empfiehlt sich ein heißes Bad vor dem Schlafengehen sowie das homöopathische Mittel Ambra. Ambra ist ein Verdauungssekret des Pottwals und gilt als homöopathisches Beruhigungsmittel gegen Nervosität, Erschöpfung oder eben Schlafstörungen.

Redaktion: Was hilft noch um besseren Schlaf zu bekommen?
Prof. Dr. Frass:
Den Abend ruhig ausklingen zu lassen und sich sowohl körperlich als auch mental zu entspannen. Möglichkeiten dazu, gibt es viele. Ein gutes Buch lesen, meditieren, Musik hören, bewusst das Handy weglegen oder seine Gedanken auf Papier bringen.

Pro aktiv Handeln um Wetterbedingte Kopfschmerzen zu vermeiden
Fakt ist: Wetterumschwünge belasten uns und unsere Körper.
Doch mit dem ein oder anderen homöopathischen Mittel kann man sich hilfreiche Unterstützung suchen. Und nicht nur das. Auch vorbeugend kann man einiges tun, um wetterbedingte Kopfschmerzen zu lindern bzw. mitunter auch zu verhindern.

Wir danken Prof. Dr. Michael Frass für dieses spannende und aufschlussreiche Interview!

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