Homöopathie gegen Liebeskummer und Herzschmerz

Welche homöopathischen Mittel einem dabei helfen können, besser mit der Trauer und einer möglichen Zurückweisung umzugehen, hat uns Prof. Dr. Frass in einem weiteren spannenden Gespräch verraten.

Was tun bei Liebeskummer?

Einsamkeit, Herzschmerz, Appetitlosigkeit und Schlafprobleme. Das alles können mögliche Auswirkungen sein, wenn man gerade eine Trennung hinter sich hat. Oder unter Liebeskummer leidet.

Wir haben zu diesem Thema wieder mit Prof. Dr. Frass gesprochen, der mit uns über seine persönlichen Erfahrungen mit Liebeskummer gesprochen hat. Außerdem hat er uns auch wieder das ein oder andere homöopathische Mittel empfohlen, dass uns dabei helfen kann, mit Liebes(kummer) besser zurechtzukommen.

Homöopathie gegen Liebeskummer und Herzschmerz

Prof.Dr.Frass vom AKH Wien mit wertvollen Ratschlägen rund ums Thema Sonnenstich

Prof. Dr. Michael Frass ganz persönlich.Redaktion: Zu Beginn erst mal eine persönliche Frage.
Wie
gehen Sie persönlich mit Liebeskummer um?
Prof. Dr. Frass:
Ich habe früher oft den Fehler gemacht, Monate oder Jahre zu trauern. Heute würde ich sagen es ist besser rascher zu agieren, nicht die Schuld bei sich selbst oder dem anderen zu suchen, sondern einfach zu akzeptieren, dass man nicht zusammen passt. Natürlich ist das leichter gesagt als getan.

Redaktion: Welches homöopathische Mittel können Sie bei Liebeskummer empfehlen?
Prof. Dr. Frass:
Da kann ich das homöopathische Mittel Ignatia (offizieller Name: Strychnos Ignatii) empfehlen. Die Ignazbohne, kommt aus den Philippinen und ist sozusagen das erste bekannte Kummermittel.

Redaktion: Und welche Wirkung hat Ignatia auf uns und unseren Körper?
Prof. Dr. Frass: Ich würde sagen, man bekommt ein bisschen mehr Distanz zu seinem Liebeskummer. Natürlich kann man das Erlebte nicht ungeschehen machen aber durch das Mittel kann es einem wenigstens gelingen, es sich nicht ganz so zu Herzen zu nehmen.

Vor allem wenn der Herzschmerz ganz akut ist oder man über Jahre hinweg noch über längst Vergangenes viel weint und drüber nachdenkt, kann ich Ignatia nur empfehlen.

Redaktion: Wie kann Homöopathie einem bei Appetitlosigkeit helfen? Was kann diesbezüglich anregend sein?
Prof. Dr. Frass:
Hier kann man Alfalfa versuchen, den sogenannten Schneckenklee. Dieser hat eine besondere Wirkung auf unsere Verdauung. Es wird daher etwa bei Appetitmangel, Schlafmangel und körperlichen sowie seelischen Schwächezuständen empfohlen. Als Potenz würde ich eine C12, 1×5 Globuli pro Tag über einen Zeitraum von sechs Wochen empfehlen.

Redaktion: Manchmal können auch Hautprobleme bei Liebeskummer auftreten. Welches homöopathische Mittel können Sie da empfehlen?
Prof. Dr. Frass:
Da fällt mir sofort Natrium chloratum ein, welches aus Kochsalz hergestellt wird und zu den häufigsten und bekanntesten homöopathischen Mitteln zählt. Natrium chloratum kann ich neben Hautproblemen auch generell bei stillem Kummer empfehlen. Es kann auch Menschen helfen, die sich schwer tun zu weinen und Probleme haben, die Trauer zuzulassen. Außerdem kann man es auch Kindern verabreichen die sich in einer Trauerphase befinden wo sie keinen Trost wollen

Redaktion: Und für jemanden der offen über seine Trauer spricht. Was können Sie da empfehlen?
Prof. Dr. Frass:
Dem würde ich das homöopathische Mittel Pulsatilla empfehlen, das aus der einheimischen Pflanze Pulsatilla gewonnen wird. Pulsatilla ist eine violette Blume die empfindlicher aussieht als sie ist. Sie ist zwar weich und biegsam aber trotzdem zäh. Dadurch gelingt es ihr, sich auch nach einem starken Windstoß wieder aufzurichten. Auf uns Menschen bezogen, ist der homöopathische Wirkstoff der Pulsatilla ideal für Menschen, die gerne und offen über ihre Trauer sprechen sowie den Kummer und Schmerz auch zulassen.

Auch die Tiere führen Konflikte.

Auch die Tiere führen Konflikte.

Redaktion: Gibt es auch homöopathische Mittel die Ablenkung bieten?
Prof Dr. Frass:
Ein richtiges Mittel gegen Ablenkung gibt es nicht. Bei Antriebslosigkeit und Konzentrationsschwäche ist es ratsam, auf ausreichend Schlaf, eine ausgewogene Ernährung und sportliche Betätigung zu achten.

Redaktion: Was hilft noch bei emotionalen Belastungen?
Prof. Dr. Frass:
Fühlt man sich bei Beziehungskonflikten gekränkt oder ungerecht behandelt, kann ich Delphinium Staphysagria empfehlen. Delphinium Staphysagria ist das Mittel der Demütigung und Stephanskraut ist die Basis dazu. Der Wirkstoff des Stephanskrauts kann bei zurückgehaltenen Emotionen helfen, die sich auf den Magen und die Verdauung auswirken. Fühlt man sich ungerecht behandelt und hat mit emotionalen Belastungen zu bekämpfen, würde ich dieses Mittel in der Potenz LM6 empfehlen.

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2020-02-04T10:04:55+01:00