Work-Life-Balance mit Hilfe von Yoga – Interview

Während andere Sportarten sich mehr auf den körperlichen Aspekt fokussieren, geht es im Yoga um die Balance zwischen dem körperlichen und geistigen Bewusstsein. Man kann mit Yoga einen meditativen Zustand erreichen. Yogalehrerin Sandra Kronimus, sorgt auch im Arbeitsalltag unseres Magister Doskar Teams für mehr Ausgeglichenheit und Balance!

Welche Veränderungen, psychisch als auch physisch, haben Sie erlebt, seitdem sie regelmäßig Yoga betreiben?

Sandra Kronimus: Yoga hat mich gelehrt mir selbst zuzuhören und auf mich zu achten, sowohl auf psychischer als auch auf physischer Ebene. Die Ruhe und Akzeptanz die man während der Yogapraxis übt und erfährt überträt sich dann auch auf alle anderen Lebensbereiche und verschaffen mehr Ausgeglichenheit und Gelassenheit. Das macht das Leben leichter und man wird auch zu einem angenehmeren Mitmenschen. Auf physischer Ebene hat sich für mich ebenfalls sehr vieles zum Positivem verändert. Zum einen ist mein Körper durch die regelmäßige Praxis flexibler und kräftiger geworden, zum anderen habe ich ihn viel besser kennen- und lieben gelernt. Es ist unglaublich was unser Köper alles leisten kann. Dieses Bewusstsein hat meine frühere Unzufriedenheit in Akzeptanz und Dankbarkeit umgekehrt.

 

Wann spürt/bemerkt man die ersten Veränderungen?

Sandra Kronimus: Man spürt ab der ersten Yogaeinheit. Man spürt sich, vielleicht zum ersten Mal, in Positionen die man vorher noch nie eingenommen hat. Man merkt wo man sich ganz gut bewegen kann und welche Körperregionen vielleicht etwas mehr Aufmerksamkeit und Liebe benötigen. Außerdem erfährt man geistige Ruhe, die in unserem Alltag oft zu kurz kommt. Deshalb spürt oder bemerkt man Veränderungen ab der ersten Yogaerfahrung. Körperliche Veränderungen stellen sich mit der Regelmäßigkeit ein und sind auch vom Körpertyp abhängig.

 

Wie oft sollte man als AnfängerIn und Fortgeschrittene/r Yoga betreiben und für wen ist es geeignet?

Sandra Kronimus: Grundsätzlich ist Yoga für jede und jeden geeignet, aber nicht jeder Yogastil passt zu jedem. Vielleicht muss man am Anfang verschiedene Stile durchprobieren und schauen was am meisten Spaß macht. Es gibt so viele unterschiedliche Wege Yoga zu praktizieren. Ich kann Yoga am Stuhl machen, wenn ich Schwierigkeiten mit meinen Beinen habe, sanftes Yin Yoga um Ruhe zu finden, Ashtanga oder dynamisches Vinyasa Yoga wenn ich Yoga praktizieren möchte, das mich körperlich mehr fordert, um nur einige wenige Möglichkeiten aufzuzählen. Oder einfach zwischendurch kurz innehalten die Augen schließen und tief atmen – auch das ist Yoga. Yoga ist für alle und jede und jeder kann seine Praxis finden.

Es gibt keine Faustregel, wie oft man auf die Matte soll. Umso öfter man es jedoch schafft, umso besser ist es natürlich. Toll ist es, wenn man eine tägliche Praxis etabliert. Auch wenn es nur 5 oder 10 Minuten sind, die man sich für sich selbst Zeit nimmt.

 

Kann Yoga beim Abnehmen helfen?

Sandra Kronimus: Beim Yoga finden wir geistige Ruhe, werden flexibler und stärken auch unsere Muskulatur. Ein kräftiger Muskel verbraucht mehr Energie und dadurch steigert sich auch unser kalorischer Grundumsatz. Außerdem werden wir durch regelmäßiges Yoga üben bewusster und lernen besser auf unseren Körper zu hören. Dadurch isst man ganz von alleine gesünder und greift eher zu Lebensmittel die guttun. Also kann Yoga auf jeden Fall beim Abnehmen unterstützen, falls man das möchte. Es hilft uns aber auch, unseren Körper zu akzeptieren und lieben zu lernen.

Was unterscheidet Yoga von anderen Sportarten?

Sandra Kronimus: Der wesentliche Unterschied ist wahrscheinlich der, dass mich im Yoga die körperlichen Übungen dabei unterstützen den Weg ins Innere zu finden. Das bedeutet, dass ich durch den Fokus auf bestimmte Posen meine Gedanken beruhige und für diesen Moment vergesse, was an diesem Tag alles passiert ist, worüber ich mich vielleicht ärgern musste oder was noch alles erledigt werden muss. Ich kann ganz fokussiert im Moment sein. Diese Ruhe im Geist ermöglicht es mir ganz präsent im Jetzt zu sein und den Blick nach innen zu richten um in einem meditativen Zustand zu kommen. Viele andere Sportarten konzentrieren sich eher auf den körperlichen Aspekt und weniger um den spirituellen Zugang, obwohl man nicht spirituell sein muss um Yoga zu üben. Wie gesagt, Yoga ist für alle. Wenn ich mit Meditation noch nicht viel anfangen kann, dann bleibe ich bei der rein körperlichen Praxis, der Rest kommt dann vielleicht von ganz alleine.

 

Welche kurze(n) Übung(en) helfen für eine bessere Haltung oder verspannten Rücken z.B. wenn man tagsüber viel sitzt?

Sandra Kronimus: Eine Übung die ich sehr gerne mache wenn ich lange sitze, kann im Stehen oder im Sitzen gemacht werden. Dafür setze dich aufrecht hin und verschränke die Finger hinterm Rücken. Presse, wenn möglich, die Handflächen aufeinander. Mit der Einatmung strecke die Arme, öffne den Brustkorb.  Tief ein und ausatmen, etwa 5 Atemzüge halten.

Angenehm ist auch ganz einfaches seitliches Strecken. Dafür die Arme über Kopf strecken und den Bauch anspannen, im Sitzen oder Stehen. Greife mit der rechten Hand das linke Handgelenk. Atme ein und streck dich zuerst Richtung Decke um die Wirbelsäule zu längen. Mit der Ausatmung beuge den Oberkörper nach rechts. Halte auch hier etwa 5 Atemzüge. Dann welche die Seite.

Was macht Ihnen an Ihrem Job besonders Spaß?

Sandra Kronimus: Mir macht tatsächlich jeder Aspekt Spaß. Ich bereite wahnsinnig gerne die Stunden vor und unterrichte auch sehr gerne. Am schönsten aber sind die entspannten, lächelnden Gesichter nach der Yogastunde und die Verbundenheit die dadurch entsteht.

Namasté

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