Ängste besiegen & Potentiale entfalten

Wir alle kennen das Gefühl von Angst oder Nervosität in bestimmten Situationen. Das ist ein natürlicher menschlicher Schutzmechanismus. Sobald diese Emotionen jedoch eine Erfolgsblockade für uns darstellen, unsere Lebensqualität in diesen Momenten beeinflussen und uns daran hindern unsere Potentiale zu entfalten, kann die psychosoziale Beraterin und Coach Dörte Kaminski helfen.

Redaktion: Was genau ist ein Coaching bei Ängsten, Unsicherheiten und Erfolgsblockaden? Wie verläuft der Prozess?
Dörte Kaminski: Ein Coaching bei Ängsten, Unsicherheiten und Erfolgsblockaden ist ein Prozess, indem der Klient lernt, mit Situationen, in denen sie auftreten, anders umzugehen und diese Ängste und Blockaden zu überwinden.

Wenn sich jemand entscheidet, zu mir zu kommen, machen wir in der ersten Einheit eine Art Ist-Analyse, wo ich die Situation genau erfrage ebenso wie das Ziel, was derjenige erreichen will. Ich bin dabei immer auch auf der Suche nach möglichen Hebeln, wo wir ansetzen können, um eine schnelle Veränderungen erreichen zu können. Am Ende der ersten Einheit besprechen wir die Erkenntnisse dieser Analyse und auch wie wir damit weiterarbeiten. Gleich im zweiten Termin starten wir mit der Veränderungsarbeit und schauen dann, was sich dadurch getan hat, was es noch braucht und was der nächste konkrete Schritt ist. Manchmal kann sich in dieser Einheit schon viel lösen, manchmal braucht es noch einen oder zwei weitere Termine.

Wenn es sich um Ängste oder Blockaden in Bezug auf eine konkrete Situation handelt (z.B. eine Prüfung, eine Präsentation oder ein Vorstellungsgespräch etc.), ist es sinnvoll, nach der grundlegenden Lösungsarbeit noch eine Einheit vor dem nächsten entsprechenden Ereignis zu machen, um den Klienten mental gut darauf vorzubereiten. Denn wenn er dieses jetzt deutlich besser erlebt als früher, setzt sich eine positive Eigendynamik in Gang und die danach folgenden Situationen fallen immer leichter, ohne dass man da weitere Coachings braucht.

Redaktion: Wie lange dauert im Durchschnitt ein Coaching bis man erste Erfolge erzielt bzw. wie viele Einheiten benötigen die meisten Personen im Durschnitt?
Dörte Kaminski: Da ich mit Methoden der modernen Kurzzeittherapie und des Mentaltrainings arbeite, sind erste Erfolge oft schon nach dem zweiten Coaching-Termin zu spüren, weil in jeder Einheit was voran geht. Im ersten Gespräch ist es mein Ziel herauszufinden, wo man ansetzen muss, um das Thema schnellst möglichst und umfassend lösen zu können. Und genau damit starten wir in der zweiten Einheit los. Je nachdem, wie weit wir da kommen und wie klar das Bild aus dem Erstgespräch ist, stellen sich danach schon spürbare Veränderungen ein.

Oft haben mehrere Aspekte des Problems eine gemeinsame Ursache oder etwas Verbindendes, was den Betroffenen nicht immer bewusst ist. Und wenn man da an der richtigen Stelle ansetzt, kann sich vieles auch gemeinsam lösen, ohne dass man für jeden Aspekt eine einzelne Coaching-Stunde ansetzen muss. Das Tempo des Veränderungsprozesses bestimmt natürlich der Klient. Manche können und wollen gleich große Schritte gehen. Andere nähern sich der Lösung lieber in kleineren, für sie leichter integrierbaren Einheiten.

Im Schnitt dauert der Lösungsprozess (je nach Alter des Klienten und Komplexität des Themas) zwischen 5 und 8 Stunden verteilt auf 4 – 6 Coaching-Termine.

Redaktion: Wann ist so ein Coaching empfehlenswert? Nervosität und Angst sind in bestimmten Situationen wie Prüfungen, vor einem Publikum etc. natürlich und normal. Wann merkt man jedoch, dass es sinnvoll wäre?
Dörte Kaminski: Ein Coaching ist empfehlenswert, wenn man unzufrieden mit sich und seiner Leistung ist, wenn man in bestimmten Situationen nicht die Leistung bringen kann wie es möglich wäre (z.B. bei Prüfungen, Vorstellungsgesprächen, wichtigen Gesprächen wie Kundenterminen oder Gehaltsverhandlungen), oder wenn man sich nicht gut präsentieren kann, sich unter seinem Wert verkauft. Vor allem wenn man gehemmt ist oder bestimmte Situationen und Ereignisse meidet (z.B. Präsentationen halten, Weiterbildungen (mit Prüfungen) beginnen, den sicheren aber ungeliebten Job zu wechseln etc.). Und natürlich auch wenn man dadurch Lebensqualität einbüßt. Manche werden schon Tage vor ihnen unangenehmen Situationen sehr reizbar und nervös, schlafen schlecht oder schieben Dinge so lange wie möglich raus, was ihnen dann ein schlechtes Gewissen macht oder sie unruhig werden lässt, weil sie vielleicht am Schluss nicht gut vorbereitet sind.

Das ist auch im privaten Umfeld in vielen Kontexten beobachtbar. Es gibt Menschen, die verharren lieber in unglücklichen Beziehungen, weil sie Angst vor dem Alleinsein haben, das sie nach einer Trennung befürchten. Oder aus Angst vor Auseinandersetzungen werden Probleme und Konflikte in einer Partnerschaft nicht angesprochen. Da gibt es sehr vielfältige Dinge, vor denen Menschen Angst haben: Angst sich zu blamieren, Angst vor Ablehnung, Angst vor Nähe, Angst vor Krankheit, Zukunfts-, Verlust- und Existenzängste oder auch Schwierigkeiten, glückliche, erfüllende Beziehungen zu führen, sich ganz auf einen Partner einzulassen.

Als Richtschnur würde ich sagen, wenn Sie sich etwas wünschen oder erreichen wollen und Ihre Ängste, negativen Gedanken und Gefühle halten Sie davon ab oder machen es schwer. Wenn Sie unzufrieden mit Ihrer derzeitigen Situation oder einem bestimmten Zustand sind, aber es allein nicht schaffen, etwas daran zu ändern. Wenn Sie immer wieder an der gleichen Stelle anstehen oder anrennen oder sich in bestimmten Situationen ganz anders verhalten als Sie das wollen und das Gefühl haben, sonst bin ich gar nicht so, dann sollten Sie sich ein Coaching gönnen.

Redaktion: Wie merken Sie, dass mehr als Coaching bei einer Person erforderlich ist da diese beispielsweise an einer Angststörung leidet?
Dörte Kaminski: Eine Angststörung ist eine definierte psychische Krankheit, mit der ich als Lebens-& Sozialberaterin/Coach nicht arbeiten darf. Daher ist die Abgrenzung zu psychischen Krankheiten auch Teil der 3-jährigen Lebens- & Sozialberater-Ausbildung. Wenn ich die Vermutung habe, dass mehr dahinter steht, empfehle ich meinem Klienten, dies bei einem Arzt, Psychotherapeuten etc. abklären zu lassen. Ich darf und ich will auch nur mit psychisch gesunden Menschen arbeiten, die in einem gewissen Lebensbereich eine zeitlich befristete Unterstützung suchen. Zum Beispiel um eine für sie wichtige Veränderung zu verwirklichen, sich mit meiner Hilfe von alten, überkommenen Dingen zu lösen, mentale Blockaden zu überwinden und mehr Zufriedenheit und Lebensqualität für sich zu erreichen.

Redaktion: Wie sind Sie dazu gekommen sich auf dieses Feld zu spezialisieren? Was hat Ihr Interesse geweckt?
Dörte Kaminski: Ich war früher selbst stark betroffen, sowohl von Prüfungsangst als auch von Nervosität beim Reden vor Publikum, Vorträge und Präsentationen halten etc. In meiner ersten Ausbildung im Bereich Kurzzeittherapie gab es zum Abschluss eine umfassende Prüfung, die auch einen Praxisteil umfasste um sicherzustellen, dass wir die gelernten Methoden auch wirklich beherrschen. Wir mussten die Anwendung der wichtigsten gelernten Interventionstechniken mit einem freiwilligen Klienten dem Ausbildner demonstrieren. Mir ging es vor Aufregung echt schlecht, und eine Kollegin von mir hat das gleich zum Anlass genommen, mit mir als Testklientin an dem Thema zu arbeiten. Danach fielen mir diese Live-Demos viel leichter, und ich bin gut durch die Prüfung gekommen. Danach habe ich mir gedacht, wenn man in so kurzer Zeit schon so deutliche Erfolge erzielen kann, dann ist das eine super Möglichkeit, mit der ich auch anderen helfen kann.

Redaktion: Sind Sie selbst ab und zu nervös?
Dörte Kaminski: Ja, das kommt hin und wieder auch noch vor. Aber in viel geringerem Maß als früher. Und die Nervosität zeigt sich anders. Sie ist meist 1 Tag vorher leicht zu spüren, in der entscheidenden Situation bin ich dann ruhig. In der Schule haben mir schon die Knie bei kleinsten Referaten gezittert. Mittlerweile halte ich Vorträge vor mehr als 150 Zuhörern.

Für mehr Infos zu Dörte Kaminski und ihren Coaching Angeboten finden Sie unter www.angstlos.at

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2020-09-28T11:23:28+01:00